claim
blitz
Gespielt wird am 1. Dezember | Kapfenberg gegen UBSC Graz einziges ABL-interne Duell | Landesligist UEG empfängt Gmunden

...

Steirischer Landesligist schlägt Basket 2000 verdient mit 62:47 | KOŠ in Eisenstadt am Ende souverän | Erwartete Sieger in 2BL-Duellen

...

Teams der 2BL starten Engagement im Basketball-Cup | Fünf 2BL-interne Duell | Zwei Landesligateams wollen Überraschung schaffen

...

cup f4 5 0 0
Am 25. und 26. März geht mit dem Krypto Market Cup Final-4 ein weiterer Höhepunkt der Saison 2016/17 in der ADMIRAL Basketball Bundesliga in Szene. Titelverteidiger Redwell Gunners Oberwart veranstaltet – wie im Vorjahr und bereits zum siebenten Mal – dieses Turnier. Als austragender Verein sind die Gunners alleiniger Spitzenreiter in dieser Kategorie, bei den Final-Four-Teilnahmen (13) teilen sie sich diese Position mit den ebenso qualifizierten ece bulls Kapfenberg – und auch in der Siegerliste finden sich die Burgenländer mit vier gewonnen Trophäen ganz weit vorne. Spitzenreiter in Sachen Cup sind die Swans Gmunden, sie konnten bereits 6 Titel erringen. Oberwarts erster Titelgewinn, nämlich jener 1995, war die wohl größte Sensation in der 24-jährigen Cup-Geschichte, ihr Letzter, nämlich jener im Vorjahr, brach den „Heimfluch“ – aber alles der Reihe nach:


Die ersten Jahre: Hin- und Rückspiel, Sensationssieg und Heimvorteil

Alles begann 1994 – damals, und nur in diesem Jahr, wurde der Sieger nicht im Final-Four sondern in einem Hin- und Rückspiel ermittelt. UKJ St. Pölten sicherte sich den ersten Cup-Titel im österreichischen Basketball. Gleich ein Jahr später gab es vielerlei Premieren: Erstmals wurde der Titel in einem Final-Four vergeben, zum ersten und einzigen Mal wurde dieses von einem Zweitligateam ausgerichtet – und die Oberwart Gunners sorgten dann auch prompt für DEN Sensationssieg der Geschichte. Im Semifinale wurde Titelverteidiger UKJ St. Pölten ausgeschaltet, im Finale Meister UB Möllersdorf mit 71:69 besiegt. Apropos St. Pölten: Die Niederösterreicher schlugen im Folgejahr wieder zurück: sie nutzten als Veranstalter den Heimvorteil – zum bislang letzten Mal.

1997 – 2001: Der Beginn des „Heimfluchs“ und die „Wiener Neustädter Jahre“

1997 war erneut St. Pölten der Austragungsort des Finalturniers und dieses Mal entführte UB Möllersdorf den Pokal. Von 1998 bis 2001 war dann Wiener Neustadt (Arena Nova; Anm.) Final-Four-Gastgeber: Auf neutralem Boden holten sich die ersten drei Pokalsieger in der Reihenfolge St. Pölten – Oberwart – Traiskirchen deren nächste Titel. 2001 konnten die Lions als erstes Team den Pokal erfolgreich verteidigen. 

2002 – 2007: Abwechslung und noch mehr Heimfluch

In den folgenden sechs Jahren war es abwechslungsreich, was die Titelträger betraf: Fünf verschiedene Titelträger (nur die Swans Gmunden holten zwei Pokale), sowie mit den Mattersburg 49ers, den Schwänen, dem WBC Raiffeisen Wels und den ece bulls Kapfenberg vier neue Titelträger. Dazu Erfolg Nummer drei für Oberwart, das damit gemeinsam mit St. Pölten und Traiskirchen zum Cupfighter Nummer 1 avancierte. Gar nicht abwechslungsreich dagegen weiterhin die Geschichte für die Gastgeber: Keiner konnte gewinnen.

2008 – 2012: Die Gmundner Jahre

Es folgte die Blütezeit der Swans: Nicht weniger als viermal in den kommenden fünf Jahren holten sie den Cup an den Traunsee und sie sind mittlerweile mit sechs Erfolgen die klare Nummer 1. Nur 2009 wurde diese Serie unterbrochen und zwar von einem neuen, dem insgesamt achten Cupsieger der Geschichte, den Raiffeisen Fürstenfeld Panthers.

2013: Das Ende des Klosterneuburger Cupfluchs

Bis zum 26. Jänner 2013 hatte der Rekordmeister unter allen noch aktiven Bundesligamannschaften seinen eigenen Cupfluch: Bei bis dahin fünf Final-Four-Teilnahmen konnten sie kein einziges Mal gewinnen. Mit dem 85:77-Halbfinalsieg gegen den WBC Raiffeisen Wels wurde das geändert und mit dem 72:59 gegen den BC Vienna am folgenden Tag auch gleich der erste Cuptitel in die Babenbergerstadt geholt.

2014: Kapfenbergs „verflixtes“ 7. Jahr 

So dominant Kapfenberg zu Beginn des dritten Jahrtausends auch war, gleich vier Meistertitel in Folge geholt hatte, so zaghaft hamsterten die Bulls Cup-Siege. Sieben Jahre nach dem Ersten, folgte 2014 in Gmunden der Zweite. Im Semifinale überwanden die Steirer noch jeweils arge Hänger zu Beginn jeder Halbzeit – und bogen die Klosterneuburg Dukes. Tags darauf im Finale gegen den Gastgeber ging’s auf Biegen und Brechen – eben mit dem besseren Ausgang für die Bulls. 

2015: „Heimfluch“ vorübergehend außer Kraft gesetzt

Was seit 1997 Bestand hatte, wurde von den Verantwortlichen der ADMIRAL Basketball Bundesliga dann kurzerhand außer Kraft gesetzt – der „Heimfluch“. Wieder auf neutralem Boden – im Multiversum Schwechat – wurde das FLYERALARM Cup Final-Four ausgetragen, welches wohl als eines der bestbesetztesten der Geschichte eingehen wird. Güssing, Wels, Kapfenberg und Wien waren angetreten – durchgesetzt hat sich der Meister aus dem Burgenland, der seinen ersten Cup-Titel feiern konnte. 

2016: „Heimfluch“ nach 20 Jahren endlich besiegt

20 Jahre lang hatte der „Heimfluch“ im Cup bestand. Über diese lange Zeit war es keinem veranstaltendem Verein gelungen die Cup-Trophäe zu gewinnen. Im Vorjahr vollbrachten die Redwell Gunners Oberwart, nach eine „blow-out“ im Semifinale über den WBC Raiffeisen Wels und einem ungefährdeten Final-Erfolg über den BC Hallmann Vienna, dieses Kunststück. Sie sicherten sich ihren insgesamt vierten Cup-Titel. Final-4-MVP, also wertvollster Spieler an diesen beiden Tagen, wurde Oberwarts Adomas Drungilas.

Die Ehrentafel der Cup-Sieger der ADMIRAL Basketball Bundesliga:

Gmunden Swans2003  2004  2008  2010  2011  2012
Redwell Gunners Oberwart1995  1999  2005  2016
UKJ St. Pölten1994  1996  1998
Arkadia Traiskirchen Lions1997  2000  2001
ece bulls Kapfenberg2007  2014
UBC Mattersburg 49ers2002
WBC Raiffeisen Wels2006
Raiffeisen Fürstenfeld Panthers2009
Klosterneuburg Dukes2013
magnofit Güssing Knights2015

 (fett: Final-Four-Teilnehmer 2017; kursiv: nicht mehr in der ABL)