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15 11 15 friedrichFriedrich sichert Swans per Buzzer-Beater knappen SiegNachdem gestern die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers und die magnofit Güssing Knights Punkte liegen gelassen hatten, erwischte es am Sonntag mit den Redwell Gunners Oberwart auch das letzte Team der bisherigen Top-3. Die Gunners unterlagen nach Buzzer-Beater mit 75:76 den Gmunden Swans. Weiter aufschließen konnten dank klarer Siege die Arkadia Traiskirchen Lions (79:62 gegen den UBSC Raiffeisen Graz) und die Klosterneuburg Dukes (74:65 gegen die ece bulls Kapfenberg) – denn die Teams der ADMIRAL Basketball Bundesliga rücken in der Tabelle immer enger zusammen.

Zwischen Ersten (Fürstenfeld) und Letzten (Graz) liegen „nur“ fünf Siege – zwischen Ersten und Achten (Gmunden) gerade mal drei Siege.

 

Eine verdammt „enge Kiste“ war das Duell Swans Gmunden gegen Redwell Gunners Oberwart. Zehnmal wechselte die Führung, dreizehnmal war das Spiel ausgeglichen, keines der beiden Teams hatte je einen größeren Vorsprung als acht Punkte. So ging es auch Kopf an Kopf in die Schlussphase, wo Oberwart – bei denen ABL-Top-Scorer Quincy Diggs nach zwei technischen Fouls ausgeschlossen wurde – immer leicht voran lag. Dann wackelte zunächst Tilo Klette, der per And1 ausgleichen hätte können. Später Derek Jackson, der nur einen Freiwurf zum 75:73 traf. Gmunden hatte die letzte Offense – und Daniel Friedrich traf mit einem Buzzer-Beater zum 76:75.

Daniel Friedrich krönte damit seine tadellose Vorstellung. Er warf insgesamt 18 Punkte und verteilte fünf Assists. Top-Scorer bei den Swans war Tilo Klette mit 19 Zählern und zugleich zehn Rebounds. Bei den Gunners – die dann doch fast den kompletten Kader einsetzen konnten (Georg Wolf ist noch rekonvaleszent) – traf Diggs 16 Punkte.

Den mittlerweile 4. Sieg in Serie feierten die Arkadia Traiskirchen Lions – mit einem klaren 79:62 gegen den UBSC Raiffeisen Graz. Von Beginn an war der Sieg der Niederösterreich nie in Gefahr: Mit einem 29:15 im ersten Viertel sorgten die Lions rasch für klare Verhältnisse. Sie bauten deren Führung zwischenzeitlich auf bis zu 29 Punkte aus und waren in allen Belangen überlegen. Speziell bei Assists (18:5) und Rebounds (40:29) hatte Graz – Elvis Kadic (11 Punkte, 2 Rebounds) und Povilas Gaidys (2 Punkte, 2 Rebounds) gaben Comebacks – das Nachsehen. Bei Traiskirchen überzeugte Fabricio Vay mit einem Double-Double (27 Punkte, 11 Rebounds).
Erstmals stand für Traiskirchen Aleksandar Vuletic am Feld: Der serbische Center gab nach vier Monaten sein Comeback. Er holte in knapp elf Minuten zwei Rebounds und machte einen Punkt. Manager Helmut Niederhofer war mit dessen Performance zufrieden: „Es war klar, dass er noch nicht einhundertprozentig fit ist – aber seine kämpferische Note, die er dem Team verleiht, ist unglaublich.“ Diesmal bei den Lions nicht dabei war Carlos Novas Mateo (Migräne), der von Bandscheibenproblemen geplagte Headcoach Franz Zderadicka wurde von Aleksandar Djuric vertreten. Ihm assistierte Vladimir Lucic. „Ich habe ihn vor wenigen Tagen getroffen und er hatte mir seine Hilfe angeboten. Als Franz (Anm. Zderadicka) dann ausgefallen ist, habe ich Lucic als ‚Ansprechpartner’ installiert“, erörtert Niederhofer.

 

Während die Lions deren Siegesserie bestätigten, verlängerten die ece bulls Kapfenberg unterdessen deren Negativserie. Übergreifend – ABL und FIBA Europe Cup – sind die Steirer nun schon seit sieben Spielen ohne Sieg. Bei den Klosterneuburg Dukes setzte es eine 65:74–Abfuhr. Klosterneuburg, das seit Wochen wieder fast komplett antreten konnte (Ramiz Suljanovic fehlte noch), begann fulminant: Jozo Rados (25 Punkte, 11 Rebounds, 4 Blocks) war nicht zu stoppen, überhaupt konnten die Dukes mit rascher Penetration leichte Punkte erzielen. Kapfenberg wirkte ideenlos, ratlos – einzig Armin Woschank (20 Punkte, 6 Rebounds) versuchte Akzente zu setzen. Doch den Bulls fehlte die Energie, die hatten die Dukes: Trotz kurzer Schwächephasen, als die Bulls etwa auf minus 6 herankamen, waren die Klosterneuburger variantenreicher – und dank Jozo Rados klar die bessere Mannschaft.
Die Dukes gewinnen verdient mit 74:65. Weil Rados überragte – und Romed Vieider eine satte Leistung bot (16 Punkte, 4 Rebounds). Bei den ece bulls Kapfenberg fehlte Tylisman Armstrong. Der US-Boy leidet an einem doppelten Bandscheibenvorfall und wird in den nächsten Tagen operiert.

Die Ergebnisse der 12. Runde im Überblick: 

knights

magnofit Güssing Knights - BC Hallmann Vienna

82:84 (14:19, 33:37, 51:62)

bc
wbc

WBC Raiffeisen Wels – Raiffeisen Fürstenfeld Panthers

81:73 (16:17, 45:37, 61:53)

panthers
swans

Swans Gmunden – Redwell Gunners Oberwart

76:75 (24:25, 43:44, 58:58)

gunners
lions t

Arkadia Traiskirchen Lions – UBSC Raiffeisen Graz

79:62 (29:15, 47:32, 66:45)

ubsc
dukes

 

Klosterneuburg Dukes – ece bulls Kapfenberg

74:65 (24:12, 42:33, 64:46)

bulls

 

Die Ergebnisse der 12. Runde im Detail:
 

 swans

Swans Gmunden – Redwell Gunners Oberwart
76:75 (24:25, 43:44, 58:58)

gunners
Von der ersten Minute weg wird von beiden Mannschaften attraktiver Offensiv-Basketball geboten, fast jeder Wurf ist ein Treffer. Bis zum 9:7 (3.) gilt das auf beiden Seiten, dann folgt eine Schwächepahse der Gunners, während den Swans weiterhin alles gelingt - beim Stand von 19:11 gibt es daher die erste Gästeauszeit (6.). Die zeigt Wirkung und nur 2 Minuten später gibt es bei 19:18 die erste Besprechung der Schwäne. Mit der wird der Lauf der Gunners zunächst gestoppt, am Ende des ersten Viertels liegen die Gäste aber dann doch mit einem Punkt voran. Bemerkenswert: Auch die Fouls sind nach einem Viertel schon ein Thema, mit Jarvis Ray und Chris McLaughlin bzw. Terrell Evans und Chris Ferguson haben jeweils zwei Legionäre schon 2 auf dem Konto. Das setzt sich im zweiten Viertel für Gmunden fort und nach 5 Minuten haben Ray und McLaughlin bereits je vier Fouls. In der gleichen Minute stellt Oberwart auf 30:35, aber Gmunden erfängt sich wieder und kann in der 18. Minute zum 40:40 ausgleichen. Schließlich heißt es auch nach 2 Vierteln: +1 Gunners.

Im dritten Viertel erspielen sich die Gäste bis zur 24. Minute einen 6-Punkte-Vorsprung (47:53), die Swans bleiben aber weiter dran und in weiterer Folge schwankt die Oberwarter Führung meist zwischen zwei und vier Punkten. In der 29. Minute gelingt den Schwänen wieder der Ausgleich (56:56) - und unentschieden geht es auch ins vierte Viertel. Da stellen zunächst die Hausherren auf 61:58 (31.), die Gäste schlagen aber postwendend zurück und in der 33. Minute gibt es  beim Stand von 61:65 ein Swans-Timeout. Gmunden gleicht danach zum 65:65 aus (34.) - und nun ist aus dem Offensivspektakel längst eine Defensivschlacht geworden. Meist liegen dabei die Schwäne um 2 Punkte voran, in der 37. Minute bringt ein Dreier von Terrell Evans die Kanoniere aber mit 72:69 voran. Eine Minute später wird Gunners-Topscorer Quincy Diggs nach zwei technischen Fouls in Folge ausgeschlossen, die Swans könne das aber nur zum 70:72 nutzen. Danach bleiben beide Teams einige Angriffe lang ohne Erfolg, ehe Tilo Klette 40 Sekunden vor dem Ende auf 71:72 verkürzt. Derek Jackson antwortet im Gegenzug zum 71:74 - mit 22,8 Sekunden zu spielen. Dann wird Tilo Klette beim erfolgreichen Korbwurf gefoult - doch er verwirft den Bonuswurf. Derek Jackson zeigt auf der anderen Seite aber auch einmal Nerven an der Freiwurflinie und so bekommen die Schwäne beim Stand von 73:75 und exakt 8,4 Sekunden auf der Uhr den Ball noch einmal. Da setzen die Hausherren alles auf eine Karte, und Daniel Friedrich wirft - und trifft - einen Buzzer-Beater-Dreier zum 76:75-Sieg der Swans.
Stimmen zum Spiel:
Markus Pinezich, Assistent-Coach der Swans: „Wir spielen den gleichen Spielstil, daher war es vorauszusehen, dass es eine interessante Partie wird. Es war sicherlich nicht schön anzuschauen - aber spannend für die Zuschauer mit dem glücklicheren Sieger mit uns. Nach dem Spiel gegen Fürstenfeld ist das Glück auf unserer Seite gewesen.“
Chris Chougaz, Headcoach der Gunners: „Zunächst hat es mich sehr gefreut, nach 15 Jahren wieder hier nach Gmunden zurück zu kommen, wo ich einmal gespielt habe und viele Freunde wiederzusehen. Zum Spiel will ich nicht zu viel sagen, meine Spieler haben bis zur letzten Sekunde gut gekämpft.“
Beste Werfer: Klette 19, Friedrich 18, Manley 14 bzw. Diggs 16, Blazevic 14, Jackson, Ferguson je 13;

 

lions tArkadia Traiskirchen Lions – UBSC Raiffeisen Graz

79:62 (29:15, 47:32, 66:45)
ubsc
Die Lions, bei denen Novas Mateo krankheitsbedingt fehlt, beginnen mit Danek, Güttl, Trmal, Vay und Tarolis. Der UBSC, der bis auf Schaal auf alle Spieler zurückgreifen kann, startet mit Tomic, Pelko, Sliskovic, Hasenburger und Brcina. Von der ersten Minute an wirkt Traiskirchen wacher, so richtig ins Laufen kommen sie nach fünf Minuten. Der Ball wird perfekt bewegt, immer wieder finden die Niederösterreicher den freien Mann. Graz wirkt überfordert und produziert Turnover um Turnover. Nach dem ersten Viertel führen die Gastgeber 29:15.

Pelko eröffnet das zweite Viertel mit einem Dreier, Hasenburger legt drei Freiwürfe nach und verkürzt auf 21:29. Dann sind aber wieder die LIONS am Drücker. Mit einem 13:0-Run bauen sie ihre Führung erstmals auf über zwanzig Punkte aus. Vor allem Vay und Tarolis sind von der Grazer Defense nicht zu halten. In der Schlussphase der ersten Halbzeit schleichen sich dann viele Unkonzentriertheiten ein, wodurch der UBSC bis zur Pause noch auf 32:47 verkürzen kann.

Im dritten Viertel ist Traiskirchen aber wieder voll da, geht durch Trmal und Tarolis wieder mit über zwanzig Zähler in Führung. Bei den Gästen sind es nur Pelko und Tomic, die halbwegs dagegenhalten können. Dennoch wächst der Vorsprung der LIONS immer weiter an. Zwölf Minuten vor Spielende sind es bereits 27 Punkte, womit das Spiel schon entschieden ist. Traiskirchen hat aber Foulprobleme: Danek, Trmal und Güttl haben schon zu diesem Zeitpunkt vier Fouls am Konto. Vor dem Schlussviertel steht es 66:45.

Aco Djuric, der den wegen starker Hüft- und Rückschmerzen im Spital liegenden Franz Zderadicka als Head Coach vertritt, sieht zu Beginn des vierten Abschnitts eine Unkonzentriertheiten bei seiner Mannschaft. Außerdem fehlt mittlerweile auch die Intensität. Dadurch kommt Graz auf 66:51 heran, für mehr reicht es aber nicht mehr. Am Ende nimmt Topscorer Vay wieder das Heft in die Hand und führt seine Mannschaft zu einem klaren 79:62-Sieg.
Stimmen zum Spiel:
Johannes Wiesmann, Pressesprecher der Lions: „Auch wenn wir immer wieder Phasen hatten, in denen wir unkonzentriert waren, haben wir das Spiel klar dominiert.“
Pit Stahl, Headcoach des UBSC: „Traiskirchen hatte einen guten Start. Den Vorsprung, den sie sich im ersten Viertel erspielt haben, haben sie dann verwaltet.“
Beste Werfer: Vay 27, Tarolis 20, Trmal 18 bzw. Pelko 17, Tomic 16, Kadic 11;

 

 dukesKlosterneuburg Dukes – ece bulls Kapfenberg

74:65 (24:12, 42:33, 64:46)
bulls
Die Klosterneuburger starteten perfekt ins Spiel und zogen auf 13:2 davon. Den Kapfenbergern gelang kaum etwas und die Dukes bauten ihren Vorsprung auf bis zu 16 Punkte aus. Am Ende des ersten Viertels lagen sie mit 24:12 klar voran. Im zweiten Spielabschnitt kämpften sich die Steirer langsam heran und verkürzten den Rückstand auf sechs Punkte. Zur Halbzeitpause führten die Gastgeber aber noch immer recht komfortabel mit 42:33.

Nach Seitenwechsel kamen die Gäste zunächst wieder etwas näher, ehe die Dukes erneut die Kontrolle übernahmen und 18 Punkte Vorsprung mit ins Schlussviertel nahmen. Da verkürzten die Bulls mit einem starken Auftritt zwar nochmals, konnten die Partie aber nicht mehr drehen.
Stimme zum Spiel:
Armin Göttlicher, Headcoach der Dukes: „Ich gratuliere der gesamten Mannschaft. Sie haben von der ersten Minute an alles gegeben und haben verdient gewonnen.“
Romed Vieider, Spieler der Dukes: „Es war die richtige Antwort nach der deutlichen Niederlage im Alpe Adria Cup. Ich bin stolz auf das Team. Wichtig war der konzentrierte, gute Start – und unter dem Korb war Jozo Rados heute zu dominant. Wir haben alle gut verteidigt und natürlich Rados gefüttert. Das war heute eine gute Leistung.“
Michael Schrittwieser, Headcoach der Bulls: „Es war eine desolate Leistung über 40 Minuten."
Armin Woschank, Spieler der Bulls: „Wir haben schlecht begonnen und viel Energie benötigt, um ins Spiel zurückzufinden. Schlussendlich haben wir aber nicht das umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben.“
Beste Werfer: Rados 25, Vieider 16, Chappell 9 bzw. Woschank 20, Shaw 14, Ray 13;