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02 04 17 radosJozo Rados (rechts) hatte zumeist zwei Gegenspieler vor sich.

Das Top-Duo der ADMIRAL Basketball Bundesliga – die Redwell Gunners Oberwart (1) und die Swans Gmunden (2) – feierte in der 30. Runde jeweils Arbeitssiege. Der Tabellenführer aus dem Burgenland feierte mit einem 77:50-Erfolg über die Klosterneuburg Dukes (9) den 14. Auswärtssieg der Saison – und fügte den Niederösterreichern die bereits 15. Niederlage am Stück zu. Der Tabellenzweite aus Oberösterreich rang sich gegen die Fürstenfeld Panthers (7) zu einem knappen 77:71-Heimsieg durch. Die insgesamt 16. Saisonniederlage von Fürstenfeld, half den ece bulls Kapfenberg (3): Der regierende Cup-Sieger steht nun als bereits dritte Mannschaft in den Snickers®-Playoffs 2017.


Tabellenführer Redwell Gunners Oberwart (1) verlängert bei Schlusslicht Klosterneuburg Dukes (9) seine Serie an Auswärtssiegen. Der schlussendlich klare 77:50-Erfolg war der nun 14. Sieg der Gunners in der Fremde am Stück. Mit dem vierten Saisonsieg über die Niederösterreicher machen die Burgenländer einen großen Schritt Richtung Sieg des Grunddurchgangs. Bei noch fünf ausstehenden Spielen reicht den Gunners (46 Punkte) ein Sieg, um von Gmunden (40 Punkte und ein 0:3 im „direkten Duell“) nicht noch von der Spitze verdrängt zu werden. Oberwart, das gegen Klosterneuburg (ohne Vieider und Blazevic) Traylor und Poljak wegen Schulterproblemen vorgab, tat sich in der ersten Halbzeit enorm schwer seine druckvolle Defensive aufzuziehen. Klosterneuburg spielte beherzt, unbekümmert – vor allem „youngster“ Paolo Pettinger (6 PTS, 1 RB) zeigte tolle Aktionen. In der zweiten Halbzeit passte bei den Gunners dann die Defensive, sie hielten die Dukes bei nur 9 Punkten in den zweiten 20 Minuten – und fuhren schlussendlich einen verdienten Sieg ein. Kapital schlug der Meister zumeist am Offensivrebound (22) und direkt aus Turnover der Hausherren (32 Punkte direkt aus Ballverlusten).

Einen Arbeitssieg feierte auch der Tabellenzweite: Die Swans Gmunden (2) rangen sich gegen die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers (7) zu einem mühevollen 77:71-Heimsieg durch. Der 20. Saisonerfolg lässt den Oberösterreichern vier Spiele vor Schluss weiterhin komfortabel auf Rang zwei stehen. Auf die direkte Qualifikation für das Semifinale fehlt den Swans – aufgrund des Vorteils von +4 im „direkten Duell“ mit den ece bulls Kapfenberg (3) – noch ein Sieg. Apropos Kapfenberg: Die Steirer stehen Dank des Gmundener-Sieges nun als dritte Mannschaft definitiv in den Snickers®-Playoffs 2017. Fürstenfelds kämpferische Leistung blieb indes unbelohnt, die Steirer liegen weiterhin am undankbaren 7. Tabellenplatz mit zwei Punkten Rückstand auf die Postseason. Das Spiel kippte erst im Schlussviertel zu Gunsten der dezimierten Schwäne, die neben Austin Steed auch Toni Blazan vorzugeben hatten. Ein 9:0-Run drei Minuten vor Schluss brachte die Entscheidung zu Gunsten des Tabellenzweiten, der mit 41:32 seine Vorteile am Rebound hatte und deutlich mehr Input von der Bank bekam: Etwa Adrian Mitchell, der mit 17 Punkten Top-Scorer seiner Mannschaft war.

Zum Abschluss der 30. Runde überträgt SKY Sport Austria (ab 18.45 Uhr) am Montag die Begegnung zwischen den Arkadia Traiskirchen Lions (5) und dem BC Hallmann Vienna (4). Einen Vorbericht zu diesem Spiel finden Sie hier.

 

Die Spiele der 30. Runde im Überblick:

 

bullsece bulls Kapfenberg – WBC Raiffeisen Wels

90:74 (17:24, 50:36, 63:48) 
wbc
swansSwans Gmunden – Raiffeisen Fürstenfeld Panthers
77:71 (22:17, 40:37, 51:52) 
panthers
dukes Klosterneuburg Dukes – Redwell Gunners Oberwart

50:77 (13:19, 41:37, 46:59) 
gunners 
lions Arkadia Traiskirchen Lions – BC Hallmann Vienna

Montag, 19.00 Uhr im Lions Dome, Traiskirchen

ab 18.45 Uhr live auf SKY SPORT AUSTRIA 
bc 

 

Die Spiele der 30. Runde im Detail:



swansSwans GmundenRaiffeisen
Fürstenfeld Panthers
panthers
77:71 (22:17, 40:37, 51:52)
Gmunden sichert mit dem 20. Saisonsieg Platz zwei nahezu ab, hat weiterhin 6 Punkte Vorsprung auf Kapfenberg – und mit +4 bei 2:2 den Vorteil im „direkten Duell“.Fürstenfeld muss die 16. Saisonniederlage hinnehmen und weist weiterhin zwei Punkte Rückstand auf einen Platz im Playoff auf.
Gmunden gelang gegen Ende des Spiels der entscheidende 9:0-Run auf 77:66. Vorteile hatten die Swans speziell am Rebound (41:32).Fürstenfeld hatte deutlich weniger Input von der Bank: 43,5 zu 58 Minuten bzw. 5:26 Punkte.
Adrian Mitchell
(17 PTS, 3 RB, 1 TO)
Marino Sarlija
(19 PTS, 9 RB, 1 AS, 2 TO)
Mitchell, Ojo je 17, Murati, Wesby je 10;Sarlija 19, Ochsenhofer, Jandl je 13;
Markus Pinezich, Assistent-Coach der Swans: „Wir haben gewusst, dass es nach dem Cup-Aus eine schwierige Partie wird. Es war sicher nicht schön anzusehen – aber um ganz oben mitzuspielen muss man auch solche Partien gewinnen.“David Jandl, Spieler der Panthers: „Wir haben hart gekämpft, aber das hat uns nichts geholfen. Wir haben dann verdient verloren. Wie es drauf ankam, hat Gmunden die besseren Entscheidungen getroffen. Glück und Pech war heute eng beieinander – aber aufgeben gibt’s nicht. Die Hoffnung besteht, es gibt noch ein paar Spiele.“
Bei den Swans Gmunden fehlte Austin Steed. Der US-Forward unterzog sich vergangene Woche einer Arthroskopie im Knie. Außerdem mussten die Swans auf Toni Blazan verzichten.Die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers müssen bis zum Saisonende ohne Marko Car (Verletzung der Patellasehne) auskommen.
Zu den bekannten Ausfällen Marko Car (Panthers, Patellasehne) und Austin Steed (Swans, Knie), kommt bei den Schwänen kurzfristig auch noch Ex-Panther Toni Blazan wegen einer Oberschenkelverletzung.

Die ersten fünf Zähler der Begegnung scort David Jandl für die Gäste, in der 4. Minute gibt es dann die erste Gmundner Führung (6:5). Nun geht es ausgeglichen weiter, in der 8. Minute haben beide Teams je 10 Punkte mehr auf dem Konto (16:15). Erst in der Schlussphase des Viertels können sich die Swans erstmals weiter als drei Punkte absetzen. Im zweiten Abschnitt wird die Begegnung dann hektisch - und nachdem die Swans auf maximal 6 Punkte davonziehen können (28:22, 13.), holen sich die Panthers in der 15. Minute die Führung erstmals seit der Anfangsphase wieder zurück (30:31). In der 18. Minute liegen die Gäste dann sogar mit 37:34 voran, ehe sich die Swans mit einem 6:0-Lauf noch die Pausenführung holen.

Nach Wiederbeginn bieten beide Mannschaften ein nicht sehr hochklassiges Spiel, die ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit enden mit einem Score von 2:2. In den nächsten drei Minuten heißt es dann immerhin schon 4:3 und bis zur 27. Minute können die Swans ihren Vorsprung auf 9 Zähler ausbauen (51:42). Nun versäumen es die Hausherren, die Kontrolle über die Begegnung zu bekommen und zum Ende des Viertels liegen die Gäste nach einem 10:0-Lauf plötzlich wieder um einen Punkt voran. Im Schlussabschnitt hat die Begegnung dann Play-Off-Charakter, in einer nun äußerst hart geführten Begegnung können sich die Gmundner die Führung rasch zurückholen und bis auf 56:52 ausbauen (32.). Danach liegen die Hausherren immer knapp voran, in der 36. Minute ist es wieder nur ein Punkt (63:62). In der 38. Minute sorgt ein 5:0-Lauf der Schwäne dann für etwas klarere Verhältnisse (73:66) - und ein Dreier von Michael Ojo eine Minute später bringt dann endgültig die Entscheidung zu Gunsten der Swans. Am Ende steht dann ein 77:71 auf der Anzeigetafel - ein Erfolg der Kategorie "Arbeitssieg". 

 

dukesKlosterneuburg DukesRedwell Gunners Oberwartgunners
50:77 (13:19, 41:37, 46:59)
Klosterneuburg bleibt nach der nun 15. Niederlage am Stück mit nur 8 Punkten am Tabellenende.Oberwart bleibt auch im 14. Auswärtsspiel der Saison ohne Punkteverlust und machte mit dem insgesamt 23. Saisonsieg einen großen Schritt Richtung Sieg des Grunddurchgangs.
Klosterneuburg ließ in der zweiten Halbzeit komplett aus, machte nur 9 Punkte. Außerdem wurden sie zu 32 Turnover (höchster Wert in dieser Spielzeit für die Dukes) gezwungen. Oberwart bot in der zweiten Halbzeit seine gewohnt hohe Intensität, ließ mit einer aggressiven Defensive nur noch 9 Gegenpunkte zu.
Jozo Rados
(15 PTS, 18 RB, 6 TO, 2 ST, 3 BS)
Benjamin Blazevic
(10 PTS, 4/5 FG, 9 RB, 2 TO)
Rados 15, Burgemeister, Leydolf, Greimeister, Pettinger je 6;Cumberbatch 22, Jackson 16, McNeal 11;
Zoran Kostic, Headcoach der Dukes: „Die erste Halbzeit war ok, die Zweite eine Katastrophe.“Chris Chougaz, Headcoach der Gunners: „Nach der Cupniederlage war es hart für uns hierher zu kommen, wir haben viele Ausfälle zu verkraften, wir hatten in der ersten Hälfte viele Probleme mit unserer Defense und konnten nicht den Druck aufbauen den wir wollten."
Damir Zeleznik, Assistent-Coach der Dukes: „Wir konnten einfach nicht mit dem Druck und der hohen Intensität in der zweiten Halbzeit umgehen. Die vielen Turnover in der zweiten Halbzeit haben einfach unseren Rhythmus zerstört."-
Den Klosterneuburg Dukes fehlten – neben langzeitverletzten Romed Vieider (Knie) – auch Jurica Blazevic wegen eines Knochenmarködems. Die Redwell Gunners Oberwart schonten Jamari Traylor und Renato Poljak. Beide Spieler sind an der Schulter verletzt.
Die Dukes, die ohne die verletzten Juri Blazevic und Romed Vieider ins Spiel gehen mussten, hielten das Spiel, bei dem die Favoritenrolle klar an die Gunners vergeben war, in den ersten fünf Minuten offen. Mit einem 7:0-Run machten die Gäste dann eine kleine Lücke auf, die sie bis zum Viertelende halten konnten. Im zweiten Spielabschnitt zeigte das junge Team der Klosterneuburger bei zahlreichen Aktionen, was in ihnen steckt und sie verhinderten, dass die Legionärstruppe aus Oberwart schon früh für klare Verhältnisse sorgen konnte. Ganz im Gegenteil: Mit viel Kampfgeist eroberten die Dukes 90 Sekunden vor der Pause die Führung, die sie völlig entgegen der allgemeinen Erwartungshaltung bis zur Halbzeit behaupten konnten.

In die zweite Spielhälfte starteten die jungen Dukes weiterhin kämpferisch und führten Dank eines wackeren Auftritts auch noch in Minute 25. Die Oberwarter mussten daraufhin auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen, die mit aggressiver Defense und Fastbreaks bis zum Viertelende einen 46:59 Führung herstellte. Die letzten Minuten des dritten Abschnitts kratzten am Selbstvertrauen der Klosterneuburger, die Gunners ließen folglich bis zur Schlusssirene nichts mehr anbrennen und nahmen einen 50:77 Sieg mit ins Burgenland.