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170527 KäferleKapitän Sebastian Käferle führt sein Team mit career high zum Sieg.

Ohne ihren etatmäßigen Pointguard Derek Jackson erobern die Redwell Gunners Oberwart den Sieg im ersten Finalspiel der Snickers Playoffs. Die aggressive Defense der Gunners brach in der zweiten Halbzeit den offensiven Rhythmus der ece bulls Kapfenberg und führte zum knappen 61:57 Erfolg. Die Steirer legten zwar im ersten Viertel wie aus der Pistole geschossen vor, konnten allerdings mit der Intensität und der Kampfkraft des amtierenden Meisters nicht mithalten. Allen voran wusste Kapitän Sebastian Käferle zu überzeugen, der mit seinem career high (17 Punkte) das Fehlen von Jackson (Begräbnis der Großmutter) kompensierte. Auch Andell Cumberbatch übernahm wie gewohnt viel Verantwortung und steuerte ein Double-Double zur Finalserienführung bei.

„Meine Jungs machen mich noch verrückt“ Kommentierte Head Coach Chris Cougaz mit einem Lächeln im Gesicht die Energieleistung seines Teams. „Immer wenn uns manche vielleicht schon abschreiben, legen wir erst richtig los.“ spielte er auf den erneuten schnellen Rückstand - wie auch schon im entscheidenden Halbfinalspiel - an. Begannen die ece bulls Kapfenberg doch äußerst erfolgreich und eroberten angeführt von einem prächtig aufgelegten Tobias Schrittwieser - der bis zu diesem Zeitpunkt in den Playoffs noch punktelos war – schnell eine zweistellige Führung. 

Auch im zweiten Abschnitt schien der amtierende Meister noch nicht so recht ins Spiel zu finden, aber auch die Steirer verloren ihre Treffsicherheit und den offensiven Rhythmus. Nach der Halbzeit erhöhten die Hausherren die Intensität und Kampfkraft deutlich. In der Offensive wurde kein Ball aufgeben und zahlreiche zweite Chanen erobert. Auf der anderen Seite des Feldes brachen die Gunners durch ihre aggressive Defensive den offensiven Rhythmus der bulls. Obwohl der etatmäßige Pointguard Derek Jackson fehlte, spielten die Südburgenländer diszipliniert und mussten lediglich vier Turnover hinnehmen. Kapitän Sebastian Käferle übernahm viel Verantwortung und blieb dabei beinahe fehlerfrei. In 30 Minuten gelang ihm ein career high von 17 Punkten bei einer Feldwurfquote von 75%, außerdem verbuchte er drei Steals und beging keinen einzigen Turnover. Auch Andell Cumberbatch fightete bis zum Schluss und belohnte sich mit einem Double-Double (19 Punkte, 12 Rebounds). Bei den Steirern setzte sich, wie so oft in den Snickers Playoffs, Carl Baptiste immer wieder durch. Mit 15 Punkten und 9 Rebounds war er der erfolgreichste Spieler seines Teams und brachte die bulls in der Curnch-Time noch auf drei Punkte heran. Schlussendlich setzte sich aber der amtierende Meister mit 61:57 durch und machte somit den ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung.

Bereits am Mittwoch bekommen die ece bulls Kapfenberg die erste Chance zu Revanche. Die Redwell Gunners Oberwart sind auch im zweiten Finalspiel der Gastgeber, ehe die Serie erstmals nach Kapfenberg wechselt.

Das erste Finale im Detail: 

 

gunners

Redwell Gunners Oberwartece bulls Kapfenbergbulls

61:57 (11:23, 26:33, 47:48)
Serienstand 1:0
Erste Serienführung in den diesjährigen Playoffs.Erster Serienrückstand in den diesjährigen Playoffs.
Machten ohne Derek Jackson lediglich vier Turnover.Trafen lediglich einen Dreier nach dem ersten Viertel.
Sebastian Käferle
17 Punkte, 3 Steals, 0 Turnover
Carl Baptiste
15 Punkte, 9 Rebounds
Sebastian Käferle, Kapitän der Gunners: „Wir waren wieder zweistellig im Rückstand. Fingen dann aber an zu fighten – jeder Spieler auf dem Feld machte noch einen Schritt mehr als normalerweise, da wir Derek kompensieren mussten. Es war wunderbar vor diesen Fans zu spielen. Wir trafen die big-shots und sind froh die Serienführung erobert zu haben.“Filip Krämer, Spieler der bulls: „Die Oberwarter haben heute eindeutig mehr Herz gezeigt als wir. Das waren heute nicht wir, wie man uns kennt. Das muss sich für die kommenden Spiele ändern, wir müssen wieder zusammenrücken.
Chris Chougaz, Head Coach der Gunners: „Meine Jungs machen mich in dieser Saison verrückt – sie haben heute einen unglaublichen Job gemacht. Immer wenn uns manche vielleicht schon abschreiben, legen die Jungs erst richtig los. Sie haben heute ihr ganzes Herz am Feld gelassen um Derek zu kompensieren. Sie zeigten einmal mehr wie erfolgshungrig sie sind und machten den Verein stolz.

Michael Schrittwieser, Head Coach der bulls: „Kompliment an Oberwart, sie haben das erste Spiel durch ihre Aggressivität und den Kampfgeist verdient gewonnen. Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht in der Lage unsere Offensive zu exekutieren.  Deswegen steht es verdient 1:0 für Oberwart.“

Die Gunners, die in diesem ersten Finalspiel auf Jackson verzichten müssen, starten mit Käferle, Blazevic, McNealy, Traylor und Cumberbatch. Viel Tempo auf beiden Seiten, dennoch erwischen die Gäste aus Kapfenberg den besseren Start und gehen mit 11:3 in Führung, knapp fünf Minuten sind absolviert. Nach einer Dreierserie der Steirer steht es 5:17, Coach Chougaz ruft zur einminütigen Besprechung. Ein krachender Dunk von Traylor, Kuakumensah legt nach und nach einem weiteren Fastbreak, abgeschlossen durch Cumberbatch, heißt es Auszeit Bulls, nur mehr 11:17, noch 2:24 zu gehen. Die Hausherren können in diesem Viertel nicht mehr anschreiben, 11:23 nach den ersten zehn Minuten.


Wolf eröffnet für die Hausherren mit einem Dreier und verkürzt auf 14:25. Cumberbacth legt nach, doch die Steirer haben wie auch schon im ersten Viertel wieder die passende Antwort. Jetzt entwickelt sich eine zerfahrene Partie, in der die Bulls die Oberhand behalten, 19:32 aus Sicht der Gunners, Auszeit Oberwart, noch 5 Minuten in Hälfte eins. Die Wurfquoten beider Teams sind jetzt im eher überschaubaren Bereich, Wolf erlöst die Gunners mit einem Dreier, McNealy legt einmal von der Freiwurflinie nach, zur Halbzeit steht es 26:33.

Speziell mit Baptiste haben die Gunners zu Beginn der zweiten Halbzeit ihre Probleme, können aber durch Käferle und Cumberbatch auf 36:41 verkürzen, knapp vier Minuten gespielt. McNealy legt nach und nach einem Dreier von Käferle steht die Halle auf dem Kopf, 41:41, Auszeit Kapfenberg, noch 5:29. Jetzt enwicklet sich ein Finalspiel, wie man es sich wünscht, die Defense der Gunners ist von den Steirern in dieser Phase nicht zu knacken, leider findet der Ball in der Offense den Weg nicht in den gegnerischen Korb. Käferle bringt seine Blau Weissen endlich mit einem weiteren Dreier in Führung, 44:43, noch zwei Minuten im dritten Viertel. Nach drei erfolgreichen Freiwürfen vom Kapitän, gehen die Bulls wieder in Front, nach dem dritten Viertel steht es 47:48.

Zu Beginn des letzten Abschnittes wechselt die Führung hin und her, Cumberbatch ist zweimal in Folge erfolgreich, 54:50, noch 7 Minuten zu spielen. Krämer verkürzt für die Gäste, Auszeit Oberwart beim Stand von 54:52. Nach einem erfolgreichen Korbleger von Traylor die bis dato höchste Führung der Gunners, 57:52, noch 4:58, diesmal Time Out Kapfenberg. Während die Steirer in dieser Phase bedingt durch die weiterhin konzentrierte Verteidigung der Blau Weissen nicht anschreiben können, erhöht Traylor mit einem Punkt von der Linie auf 58:52. Cumberbatch zum 60:52, um jeden Ball wird nun gefightet, noch zwei Minuten im ersten Finalspiel. Fünf Punkte von Baptiste in Folge, nur noch 60:57, 1:33 vor dem Ende, Coach Chougaz ruft zur Besprechung. Fehlwürfe auf beiden Seiten, letzter Angriff der Gunners, Cumberbatch wird gefoult und trifft einen Freiwurf. Die letzte Aktion der Gäste bringt keinen Erfolg mehr, die Gunners gewinnen mit 61:57, es heißt 1:0 in der Finalserie.