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17 03 18 grestaGrestas Vorderung nach Zonen-Defense wurde perfekt umgesetzt.Der BC Hallmann Vienna (4) hat die Raiffeisen Flyers Wels (5) vorübergehend als Tabellenvierter abgelöst. Die Wiener gewannen das vierte Aufeinandertreffen mit Wels auswärts 94:88 und liegen nun in der Tabelle der ADMIRAL Basketball Bundesliga zwei Punkte vor den Oberösterreichern an vierter Stelle. Aufgrund der aktuellen Niederlage mit sechs Punkten, behält Wels seinen Vorteil im „direkten Duell“ (+2). Für Wien war es der bereits dritte Auswärtssieg in Serie. Wels musste nun schon die vierte Heimniederlage en suite einnehmen. In einer offensiven Partie war einerseits ein 10:0-Run der Wiener zum Ende des dritten Abschnitts (61:70) vorentscheidend und ihre Zonen-Defense, die Wels mittelfristig aus dem Rhythmus brachte. Jiri Hubalek (31 PTS, 11 RB) glänzte für Wien mit seinem vierten „double-double“ der Saison. Der erst vor wenigen Wochen verpflichtete Ryan Richards wurde weiterhin noch nicht eingesetzt.

Der BC Hallmann Vienna (4) hat seine Offensivqualitäten erneut unter Beweis gestellt. Die „beste Offensive“ der ADMIRAL Basketball Bundesliga (87,4 ppg vor diesem Spiel; Anm.) besiegte auswärts die Raiffeisen Flyers Wels (5) mit 94:88. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, wo Wels überragend traf und Wien permanent über Jiri Hubalek zum Erfolg kam, setzten sich die Oberösterreicher bis etwa Mitte des dritten Viertels auf bis zu zehn Punkte ab (55:45 / 23 Min.). Doch dann kam Wels vollkommen aus dem Rhythmus, weil sie kein Mittel gegen die Zonen-Defense der Wiener fanden. Ein 10:0-Run von der Gresta-Truppe brachte ihnen mit Ende des dritten Viertels eine 70:61-Führung ein. Im letzten Abschnitt konnte Wels anfangs wieder das Tempo bestimmen und in der 38. Minute gar auf 85:86 verkürzen. Doch am Ende machte Wiens Routine und individuelle Klasse doch noch den Unterschied.


Jiri Hubalek (31 PTS, 11 RB) legte für Wien ein „double-double“ auf. Stjepan Stazic machte 25 Punkte, 8 Rebounds und 7 Assists. Reger Dowell kam auf 21 Zähler. Bei Wels konnten gleich sechs Spieler zweistellig scoren. Elijah Wilson (17 PTS) war Top-Scorer.

Fortgesetzt wird die 28. Runde in der ADMIRAL Basketball Bundesliga mit zwei Spielen am Sonntag. Die ece bulls Kapfenberg (1) empfangen den UBSC Raiffeisen Graz (9), die Arkadia Traiskirchen Lions (3) treten gegen die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers (8) an. Am Montag duellieren sich live auf SKY Sport Austria die Swans Gmunden (2) und die Klosterneuburg Dukes (6).  

 

wels flyersRaiffeisen Flyers WelsBC Hallmann Viennabc
88:94 (25:24, 48:43, 61:70)
Wels kassierte die bereits vierte Heimniederlage in Serie und musste den vierten Tabellenplatz vorübergehend an Wien abtreten.Wien gelang der dritte Sieg in Serie. Damit übernimmt es den vierten Tabellenplatz.
Die Flyers haderten erneut mit ihrer Defensivleistung und konnten Offensiv gegen die Wiener-Zonen-Defense kaum exekutieren.Wien siegte am Ende dank seiner individuellen Klasse.
Tyler Hines
(13 PTS, 8 RB)
Jiri Hubalek
(31 PTS, 11 RB)
Wilson 17, Chambers 16, Csebits, Hines, Draskovic je 13;Hubalek 31, Stazic 25, Dowell 21;
Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „In den ersten 15, 16 Minuten haben wir das Spiel sehr gut kontrolliert. Dann hat uns Wien mit einer Zonen-Defense total überrascht. Sie haben das in den ersten drei Spielen auch schon probiert, da hatten wir null Probleme. Heute haben wir fünf Minuten nicht einmal irgendeinen Wurf gefunden. Eine schwierige Situation für uns. Wir verteidigen einfach nicht. Wir bekommen von einem Spieler in einer Halbzeit 28 Punkte (Hubalek; Anm.). Das ist zu viel. Und das muss man auch ganz ehrlich sagen: Wenn man zuhause so verteidigt und so viele Punkte bekommt, dann hat man in den Playoffs nichts verloren.“Luigi Gresta, Headcoach vom BCV: „Es war ein wichtiger Sieg für uns im Kampf um Platz vier. Leider bin ich etwas enttäuscht, dass wir am Ende nur mit sechs Punkte gewonnen haben und damit bei Punktegleichheit mit Wels einen Nachteil haben werden. Den Unterschied machte unsere Steigerung in der Defense in Halbzeit zwei. Unsere Zonen-Defense hat uns heute diesen Sieg gebracht.“
Tyler Hines, Spieler der Flyers: „Das war ein Spiel heute mit viel Kampf und Energie von beiden Teams. Wir haben heute gekämpft, aber defensiv unsere Probleme gehabt. Wir brauchen unsere Köpfe nicht in den Sand zu stecken, müssen nach vorne schauen und uns auf das Final-4 vorbereiten.“Stjepan Stazic, Kapitän vom BCV: „Zu Beginn des Spiels haben wir vor allem in der Defensive nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben dann mit der Zonen-Defense gut reagiert und schlussendlich dank dieser Umstellung das Spiel gewonnen.“
Die Begegnung beginnt Flyers-Headcoach Waser mit einer veränderten Starting Five: Neben Chambers, Wilson und Lamesic, lässt er gegen Vienna die Österreicher Zulic und Csebits starten. In den ersten beiden Vierteln haben die Welser Hausherren die Nase vorne. Mit 25:24 und 48:43 beenden sie die Abschnitte 1 und 2. Auf Seiten der Wiener spielt in dieser Phase v.a. Hubalek stark auf.

Nach der Halbzeitpause macht den Raiffeisen Flyers Wels die Zonen-Verteidigung des BC Vienna zunehmend zu schaffen. Im 3. Viertel ist es v.a. Dowell, der sein Team zu einer 70:61-Führung aus Sicht der Gäste führt. Der letzte Abschnitt ist auf Seiten der Welser von Foulproblemen geprägt (Hines und Csebits ziehen zu Beginn je ihr 4. Foul, innerhalb der letzten beiden Spielminuten müssen Lamesic und Hines mit ihrem 5. Foul vom Feld). Doch dank einer engagierten und kämpferischen Leistung, welche die Flyers über den ganzen Spielverlauf hinweg auszeichnet, schaffen sie es 01:20 Minuten vor Spielende auf 85:86 zu verkürzen.

Schließlich siegt jedoch die Routine des BC Vienna. Das Team von Luigi Gresta erkämpft sich seinen Vorsprung zurück und beschert den Welsern so eine bittere 88:94-Niederlage.