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170503 LamesicDavor Lamesic stemmt sich mit aller Kraft gegen das Saison-Aus.

Kaum haben die Snickers® Playoffs begonnen, könnten sie für den WBC Raiffeisen Wels und die Arkadia Traiskirchen Lions am Donnerstag bereits wieder vorbei sein. Die Favoriten haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt und wollen nun auch in der Ferne nachlegen um den Semifinaleinzug zu fixieren. Doch sowohl der WBC als auch die Lions bewiesen im ersten Viertelfinale, dass sie über weite Strecken mithalten können. Schwächephasen vor allem im letzten Abschnitt brachten letztendlich die Entscheidung für die ece bulls Kapfenberg und den BC Hallmann Vienna. Die beiden Underdogs konnten nicht auf ihren vollen Kader zurückgreifen, am Donnerstag könnte es aber bereits das eine oder andere Comeback geben um sich verstärkt gegen das Saison-Aus zu stemmen.


Die ece bulls Kapfenberg setzten sich im ersten Spiel souverän gegen die Arkadia Traiskirchen Lions durch. Vor allem eine respektable Trefferquote von außen sowie ein gut aufgelegter Carl Baptiste machten den Unterschied. Die angeschlagenen Löwen hatten besonders in der Defensive Probleme die notwendige Intensität auf das Feld zu bringen. Etwas zu statisch agierte die Zonenverteidigung gegen die exzellenten Werfer aus Kapfenberg. Bereits über die ganze Saison bewiesen die Bullen, dass sie vor allem von hinter der Dreipunktelinie enorm gefährlich sind, tragen doch mit Armin Woschank, Kareem Jamar und Milan Stegnjaic gleich drei der Top-7 Schützen der ABL den Dress der bulls. Zu limitiert war der Kader der Lions – Terrence Ayree und Benedikt Güttl konnten nicht eingesetzt werden, Florian Trmal spielte angeschlagen – um das erste Viertelfinalspiel bis zur Schlussphase offen zu halten. Güttl fällt weiterhin aus, Ayree könnte bereits wieder sein Comeback feiern um Benedikt Danek wichtige Pausen zu verschaffen und auch Florian Trmal wird wieder die Zähne zusammenbeißen. Jede weitere Scoringoption wäre für die Niederösterreicher enorm wichtig, beschränkte sich doch das Offenspiel der Lions zuletzt vorwiegend auf die Achse Danek-Vay. Hier ist vor allem auch der Routinier Jason Detrick gefordert. Ein Problem, dass die Bullen schon seit einiger Zeit nicht mehr kennen. Bei den letzten fünf Siegen hatten die Steirer vier verschiedene Top-Scorer, gleich fünf Spieler scoren im Schnitt zweistellig. Bereits einmal bewiesen die Lions, dass sie trotz angespannter Personalsituation die Kapfenberger an den Rand einer Niederlage drängen können. Im März mussten sie sich ohne Topscorer Fabricio Vay in ihrer Heimhalle erst in der Overtime geschlagen geben.

Über drei Viertel lieferte der WBC Raiffeisen Wels dem BC Hallmann Vienna einen harten Kampf. Erst im letzten Viertel überliefen die Wiener mit einem 20:0 Run die Gäste aus Wels. Nicht zuletzt durch eine konsequente Reboundarbeit – der eigentliche Schwachpunkt der Wiener – und durch gute Tempokontrolle setzten sie sich am Ende souverän durch. Der WBC musste weiterhin auf DeJuan Wright und Ales Chan verzichten, beide sind auch für das zweite Viertelfinale fraglich. Einmal mehr fehlte es den Welsern an einer zweiten starken Scoringoption, neben Davor Lamesic konnte niemand zweistellig punkten. Widergespiegelt wird dies auch über die Statistik der gesamten Saison, neben Lamesic haben einzig die beiden verletzten Spieler einen zweistelligen Punkteschnitt. Anders als beim BC Hallmann Vienna, bei dem die komplette Starting-5 im Schnitt in „double-digits“ punktet. Dafür ist der Wiener Input von der Bank dezimierter als der von den Oberösterreichern, die vor allem in Person von Thomas Csebits wichtige Impulse von der Bank bringen. Ein entscheidender Faktor im zweiten Viertelfinalspiel können auch wieder die Rebounds sein. Das Team dem es gelingt weniger zweite Chancen zuzulassen, kann sich entscheidende Vorteile sichern. Beim einzigen Sieg der Welser gegen Wien in dieser Saison (Cup Viertelfinale) gelang es dem WBC vor allem die eigenen Turnover auf ein Minimum zu reduzieren (6), gelingt ihnen im Viertelfinale eine ähnlich konzentrierte und kontrollierte Leistung über 40 Minuten abzuliefern, ist in dieser Serie noch alles offen.

Die zweiten Viertelfinalspiele in der Übersicht:

lionsArkadia Traiskirchen Lions – ece bulls Kapfenberg
Donnerstag, 19.00 Uhr im Lions Dome Traiskirchen
Stand in der Viertelfinalserie: 0:1
bulls
wbc

WBC Raiffeisen Wels – BC Hallmann Vienna
Donnerstag, 19.30 Uhr in der Raiffeisen Arena Wels
Stand in der Viertelfinalserie: 0:1
Live auf SKY Sport Austria ab 19.15 Uhr

bc

 

Die zweiten Viertelfinalspiele im Detail:

 
 

lions

Arkadia Traiskirchen Lionsece bulls Kapfenbergbulls

Donnerstag, 19.00 Uhr im Lions Dome Traiskirchen
Stand in der Viertelfinalserie: 0:1
Stimmen zur anstehenden Begegnung:
Helmut Niederhofer, Sportlicher Leiter der Lions: „Kapfenberg bleibt weiter Favorit. Wenn wir aber besser verteidigen als im Hinspiel und die Bulls diesmal nicht übermäßig viel treffen, haben wir sicher Chancen das Spiel zu gewinnen.“
Oliver Freund, Obmann der bulls: „Mit dem Heimsieg im ersten Viertelfinalspiel konnten wir uns eine gute Ausgangsposition verschaffen. Klar ist aber auch, dass noch nichts entschieden ist. Traiskirchen wird am Donnerstag alles in die Waagschale werfen, um ein drittes Spiel zu erzwingen. Unsere Burschen wissen, was auf sie zukommt und werden dementsprechend vorbereitet sein.“
Bogic Vujosevic, Spieler der bulls: „Wir haben im Spiel am Montag viel Energie aufbringen müssen, um als Sieger vom Parkett zu gehen. Die Lions waren der erwartet schwere Gegner. Wir werden auch am Donnerstag mit hoher Intensität und Energie spielen müssen. Traiskirchen hat gezeigt, dass sie gut treffen, dementsprechend müssen wir in der Defense wieder sehr konzentriert sein. Wir freuen uns auf das Spiel.“
Personelles:
Lions: Trmal (Rücken) weiter angeschlagen, Ayree (Knöchel) Comeback möglich, Güttl (Knöchel) für Viertelfinale kein Thema mehr

 

wbc

WBC Raiffeisen Wels

BC Hallmann Vienna

bc

Donnerstag, 19.30 Uhr in der Raiffeisen Arena Wels
Stand in der Viertelfinalserie: 0:1
Live auf SKY Sport Austria ab 19.15 Uhr
Stimmen zur anstehenden Begegnung:
Davor Lamesic, Spieler WBC: „Wir konnten das 1. Spiel drei Viertel lang offen halten und haben dann völlig den Faden verloren. Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand."
Lorenzo O‘Neal, Spieler WBC: „Wir haben gesehen, dass wenn wir diszipliniert spielen, auch Wien zu schlagen ist. Wir haben das im 1. Viertelfinale auch drei Viertel lang gemacht. Am Donnerstag müssen wir das über 40 Minuten aufs Parkett bringen."
Petar Stazic Strbac, General Manager BCV: „Wir wissen, dass uns in Wels ein extrem schweres Spiel erwartet, aber wir wissen auch, dass uns ein Sieg in das ABL Semifinale bringen kann. Wenn unsere Jungs wieder über die körperlichen und mentalen Limits gehen können, dann können wir es schaffen.“
Anthony Clemmons, Spieler BCV: „Wir wollen in Wels gewinnen und ins Semifinale einziehen.“
Personelles:
WBC: DeJuan Wright und Ales Chan (beide Sprunggelenk) fraglich