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170530 CoffinKapitän Marck Coffin ist im zweiten Finale gefordert.

Die Redwell Gunners Oberwart sind der Titelverteidigung in der ADMIRAL Basketball Bundesliga einen kleinen Schritt näher. Doch noch ist der Weg weit - und die ece bulls Kapfenberg ebenfalls erfolgshungrig. Der letzte Titel der Kapfenberger liegt bereits 13 Jahre zurück und das 0:1 in der "best-of-7"-Serie darf man nicht überbewerten. Bei zwei ihrer vier Meistertitel lagen sie ebenso 0:1 zurück, drehten dann aber das "best-of-5". Dieses Jahr haben die bulls gar etwas länger Zeit, sind doch vier Siege für den Meisterpokal notwendig. Vor allem in der Offensive gelang es den Steirern im ersten Spiel nicht sich durch ihr gewohnt gefährliches Pick & Roll in Position zu bringen. Die Gunners switchten in der Verteidigung clever und nahmen viel Zeit von der Uhr, ehe die bulls gefährlich werden konnten - trotz des Ausfalls von Defensive Player of the year Derek Jackson. Der etatmäßige Pointguard brennt nun auf sein diesjähriges Finals-Debüt und möchte, wie auch seine Kollegen aus der vorjährigen Meistermannschaft, seine Finals-Weste in den Snickers Playoffs weiß halten. Saisonübergreifend gewannen die Gunners mittlerweile vier Finalspiele en-suite, das gelang zuletzt den Swans 2006/2007. Den Rekord der meisten gewonnenen Finalspiele hintereinander halten die Klosterneuburg Dukes, sie gewannen zwischen 1987 und 1990 sieben Finalspiele in Folge. Ein Rekord den die Gunners nur mit einem sweep einstellen können. 

„Wir waren nicht ready, waren unkonzentriert und haben unnötige Fehler gemacht. Das darf nicht noch einmal passieren“, ergründete bulls Pointugard Bogic Vujosevic die Niederlage, kennt aber das Erfolgsrezept für das zweite Spiel: „Wir haben das Spiel genau analysiert und wissen wo wir am Mittwoch ansetzen müssen und werden uns definitiv anders präsentieren.“ Vujosevic blieb, wie auch einige seiner Kollegen, in Finale #1 unter den Möglichkeiten. Vielleicht auch deswegen, weil es für die meisten Spieler ihre erste Finalserie ist. Lediglich die Routiniers Armin Woschank und Milan Stegnjaic, sowie Filip Krämer, standen schon in Finalserien der ADMIRAL Basketball Bundesliga. Die Finalerfahrung der Gunners aus dem Vorjahr zeigte sich in einer kontrollierten und disziplinierten Offensive. Mit nur vier Turnover im ersten Spiel verbuchten sie einen persönlichen Saisonrekord, obwohl ihr etatmäßiger Pointguard nicht mit an Bord war.  Einen Negativrekord stellten die Burgenländer allerdings bei ihrer Wurfquote aus der Zweipunktedistanz auf. Noch nie warfen sie in dieser Saison weniger als am Samstag (36,17 %) und in der gesamten Liga gewann nur ein einziges Mal ein Team mit einer noch geringen Quote (bulls vs. Dukes mit 35,2 %). Gelingt es den Gunners also zusätzlich zu ihrem disziplinierten Spiel auch ihre Chancen besser zu verwerten und sich weiterhin so viele zweite Chancen zu erarbeiten, könnte es für die bulls sehr schwer werden. Obwohl die Gunners in Finale #1 mehr als doppelt so oft an der Freiwurflinie standen (23:11), erarbeiteten sie sich mehr Wurfversuche als die Steirer. Für die bulls gilt es also den Gunners in Finale #2 keine leichten Würfe zu geben und darüber hinaus die Defensivrebounds besser zu kontrollieren. Wenn sie es zusätzlich auch noch schaffen, ihren offensiven Rhythmus aus Viertel- und Beginn der Halbfinalserie zu finden, kann der "finals-streak" der Gunners gebrochen werden.

Das erste Finale im Detail: 

 

gunners#1 Redwell Gunners Oberwart#3 ece bulls Kapfenbergbulls
Mittwoch, 19.30 Uhr in der SPH Oberwart
Serienstand 1:0 (in der best of seven Serie)
Live auf Sky Sport Austria ab 19.15 Uhr
Stimmen zur anstehenden Begegnung:
Chris Chougaz, Head Coach der Gunners: „Wir haben erst einen von vier notwendigen Siege. Das ist ein Vorteil, aber der kann wieder rasch weg sein, wenn wir unsere Leistung nicht noch weiter steigern. Für Spiel zwei gilt, dass wir so ins Spiel gegen müssen als wäre es das erste Spiel. Das Spiel wird noch intensiver als am Samstag. Wir werden vorbereitet sein.“
Jamari Traylor, Spieler der Gunners: „Jetzt haben wir es selbst in der Hand den zweiten Schritt zu tun. Wir müssen kämpfen, kämpfen, kämpfen und unser Bestes geben.“
Oliver Freund, Obmann der bulls: „Im Match am Samstag hat uns die Balance gefehlt. Wir waren unkonzentriert und nicht fokussiert genug. Unsere Spieler stehen zum Großteil erstmalig in einer Finalserie und konnten aus diesem ersten Spiel wichtige Erfahrungen mitnehmen. Wir werden uns am Mittwoch unserer Stärken besinnen und über vierzig Minuten konzentriert, konsequent und fokussiert auftreten.“
Bogic Vujosevic, Spieler der bulls: „Im ersten Spiel ist es uns nicht gelungen, die Energie auf das Parkett zu bringen. Wir waren nicht ready, waren unkonzentriert und haben unnötige Fehler gemacht. Das darf nicht noch einmal passieren! Wir haben das Spiel genau analysiert und wissen, wo wir am Mittwoch ansetzen müssen und werden uns definitiv anders präsentieren.“
Personelles:
Gunners: Szkutta (Zehenbruch) und Poljak (Schulter-OP) fallen weiterhin aus.